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WER ODER WAS IST EIGENTLICH PAVAO?


Jasmin und Ann-Sophie haben eine Mission!

Sie sind der Meinung, dass sich Lebensmittel und Plastik so gar nicht vertragen – und das bestimmt auch im Alltag ihr Handeln, weswegen sie sich entschlossen haben, sich in ihren Masterthesen dem Einsatz eines Mehrwegsystems mit Glas im Gastgewerbe zu widmen.



Jasmin


2018 wurde bei mir eine Darmerkrankung diagnostiziert.

Mit dieser Diagnose musste ich erst einmal lernen umzugehen. Um mehr über die Krankheit zu erfahren, traf ich mich mit anderen Betroffenen zum Abendessen. Ich bestellte eine Pizza. Mal wieder schaffte ich nicht alles, also packte mir die Kellnerin das letzte Stück in die typische Plastikverpackung ein.
Clemens, ein anderer Betroffener, wies mich darauf hin, aufzupassen, denn Mikroplastik könnte in die Pizza übergehen und meiner Gesundheit schaden. Bislang hatte ich mir noch überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, wie schädlich Plastik sein kann. Erschrocken ließ ich die Verpackung liegen und ging nach Hause -mit einer Menge neuer Gedanken. Als ich am nächsten Morgen in einer Drogerie einkaufen ging, war meine Wahrnehmung verändert.
Beunruhigt lief ich durch die Gänge, weil ich nur noch Plastik sah. Und das überall! Mein Einkauf ging im Supermarkt weiter. Entsetzt stelle ich auch dort fest, dass 95% der Lebensmittel, die wir täglich konsumieren, in Plastik verpackt sind.
Das war der Moment, in dem sich meine Einstellung und mein Leben um 180 Grad wendeten. Ich beschäftigte mich von nun an mit den Alternativen und der Vermeidung von Plastik, was letztlich dazu führte, dass ich meine Gewohnheiten änderte. Abgesehen davon, dreht sich auch mein berufliches Leben um Essen, da ich in der Gastronomie arbeite. Während Corona stellten wir dort unsere Prozesse auf Lieferung und Abholung um.
Für mich war klar: Wir dürfen unser Essen, aus Respekt vor der Gesundheit unserer Gäste, nicht in Plastik verpacken! Schließlich fragte ich mich, wo in der Gastronomie Lebensmittel in Plastik verpackt werden. Wo könnte man anfangen auf plastikfreie Alternativen umzusteigen? Mir war klar: Am besten dort, wo am meisten Plastikmüll anfällt. So viele Menschen kaufen sich täglich ein to go Getränk im Einwegbecher und selbst der vermeintlich umweltfreundliche Pappbecher hat eine Plastikbeschichtung. Wenn ich also wirklich etwas verändern will, muss ich hier ansetzen und eine plastikfreie und gesundheitlich unbedenkliche Alternative anbieten. So entstand meine Vision von einer plastikfreien Gastronomie, um mich und andere vor den Folgen von Plastik zu bewahren. Gemeinsam mit Dir wollen wir heute ein besseres Morgen schaffen.


Ann-Sophie


"Wie hat Jasmin mich angesteckt? – Naja, wie kann man nicht von Jasmin angesteckt werden?"

Gesund und bewusst zu leben, haben mir meine Eltern von klein auf vorgelebt. Außerdem war ich lieber draußen als drinnen und habe die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur bewundert. Es gibt nichts, was mich mehr entspannt, als auf einem Berg in Ruhe den Ausblick zu genießen. Bis ich Jasmin traf, habe ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht, wie viel wir in unserem Alltag mit Plastik in Berührung kommen und wie einfach es ist, das zu ändern. Wir lernten uns im Masterstudium kennen. Von Anfang an hat sie sich leidenschaftlich eingesetzt. Sie wies andere darauf hin, wenn sie mit Dingen verschwenderisch umgegangen sind. Sie schlug nachhaltigere Alternativen zu Plastikprodukten vor, wie z.B. ein Bienenwachstuch statt einer Frischhaltefolie. Ich merkte sofort, wie viel sie sich schon mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt hatte und wie gut sie sich auskennt.
Ihre Einstellung und ihr Wissen haben mich inspiriert, meinen Alltag ebenfalls nachhaltiger zu gestalten. Als wir zufällig beide für ein Auslandssemester in Finnland angenommen wurden, zogen wir in eine gemeinsame WG. Durch unser Zusammenleben wurde ich noch mehr sensibilisiert. Ich finde es beängstigend, wie häufig unsere Lebensmittel in Plastik verpackt sind, wie oft wir Plastik beim Kochen benutzen oder Essensreste in Plastikbehälter verpacken.
Ich bin der Überzeugung, dass jeder heute einen eigenen kleinen Beitrag für zukünftige Generationen leisten kann. Manchmal genügt ein Impuls von außen, um das Alltägliche in einem anderen Licht zu sehen. Lasst uns gemeinsam unseren Beitrag für ein Morgen mit Mehrweg leisten und das Glas ins Rollen bringen.


Fun Facts über die Beiden

  • Entsaften auch mal 120 über Foodsharing gerettete Mandarinen
  • Leidenschaftliche Sängerinnen, die nie den Ton treffen - Hört doch mal rein ...